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Abfallverwertung - Brennstoffverkauf + Hydrothermale Karbonisierung

Die von der KWT Rosenkranz GmbH entwickelte Kraftwerkstechnik basiert auf der Verbrennung von nachwachsenden Rohstoffen. Verschiedene Produkte wie Schilfgras, Grünschnitt, Laub, Stoh, Pferdemist, Resstoffe aus Biogasanlagen  sowie Biomüll und Klärschlamm stellen ein Problem bei der Verbrennung dar. An dieser Stelle setzen die Verfahren der Biomasseveredelung an. Die meisten dieser Verfahren sind jedoch geringfügig effektiv. Zum Beispiel wird bei der Herstellung von Biodiesel nur ein Teil der Biomasse für die Energiegewinnug genutzt. Die hydrothermale Karbonisierung (HTC) stellt dagegen in Aussicht, eine Vielfalt von Biomasse umweltfreundlich in Kohle umzuwandeln. Dabei können in Abhängigkeit von der Prozessführung als Resultat erdölähnliche Produkte wie Humus, Braunkohle oder Steinkohle erzeugt werden. Die so hergestellten Brennstoffe werden mit 10% für den  HTC-Prozess  benötigt, 90% der hergestellten Brennstoffe können dem Handel zugeordnet werden. Kleine Biomasse - Dampferzeuger ab 150 kW thermischer Leistung können täglich ca. 4 Tonnen Kohle produzieren.

Ebenso sind Einnahmen aus der Abfallentsorgung in die Kalkulation einzubeziehen.


Was ist hydrothermale Karbonisierung (HTC):

Prof. Dr. Dr. Peter Brandt schreibt in seiner Veröffentlichung Die Hydrothermale Carbonisierung: eine bermerkenswerte Möglichkeit, um die Entstehung von CO2 zu minimieren oder gar zu vermeiden? folgendes zum selbigen Thema:

Die HTC ist als exothermes Verfahren umweltfreundlich, da es effizient nahezu den gesamten Kohlenstoff der Biomasse umsetzt und in gebundener Form der weiteren Verwendung zur Verfügung stellt. Während die natürliche Karbonisierung eine entscheidende Rolle im Karbon bei der Bildung der Steinkohle und während des Tertiärs bei der Bildung der Braunkohle spielte, wird die HTC von der Biomasse im Vergleich zu dem Jahrmillionen dauernden Prozess in der Natur hier innerhalb von 12 bis 19 Stunden vollzogen. Das Verfahren verläuft unter einem Druck 15 bis 20 bar und einer Temperatur von 180 bis 220°C. Wie in der Natur verläuft die HTC ohne Luft bzw. Sauerstoff unter hydrothermalen Bedingungen ab (durch Zusatz von Zitronensäure oder FeSO4 im sauren Milieu), wobei die Biomasse zunächt dehydriert wird und dann die Modifikation des Kohlenstoffes einsetzt. Das Besondere an der HTC ist aber, dass der gesamte Kohlenstoff der Biomasse- auch wenn sie nass ist- in jedem Fall im Produkt gebunden bleibt und als einziges Nebenprodukt Wasser und kein CO2 gebildet wird. Wenn gewünscht, könnte man den Kohlenstoff-Schlamm u.a. durch starkes Erhitzen und hydrothermalen Bedingungen in CO und H2 umwandeln und daraus nach dem Fischer-Tropsch-Verfahren Benzin herstellen.

Quelle: Brandt, Peter (2009): Die "Hydrothermale Carbonisierung" : eine bermerkenswerte Möglichkeit, um die Entstehung von CO2 zu minimieren oder gar zu vermeiden? Basel: Birkhäuser Verlag.